KI wird dich nicht ersetzen, jemand der sie geschickt einsetzt vielleicht schon

Das Ende für zahlreiche Jobs im Marketing oder doch nur künstliche Aufregung? Wir haben es für euch getestet und ziehen Bilanz über unsere Erfahrungen mit KIs wie ChatGPT und Co.

KI hält Einzug in unseren Arbeitsalltag

Künstliche Intelligenz wird immer beliebter — sowohl privat als auch im Beruf. Ob Texte, Bilder, Musikstücke oder Chatbots — die Einsatzgebiete und Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz haben sich in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches erweitert. Der aktuelle Hype dreht sich unter anderem um den Chatbot ChatGPT, ein Tool von OpenAI, der als charmanter Alleskönner und Alleswisser den großen Suchmaschinen starke Konkurrenz macht. Aber auch im Grafikbereich wird KI immer interessanter. Tools wie DALL-E oder Midjourney, zaubern in Sekundenschnelle Designs, Bilder, Grafiken oder ganze Logos zu den unterschiedlichsten Themen aus dem Ärmel. Stellt sich die Frage inwieweit die heutige KI schon in der Lage ist uns Menschen am Arbeitsplatz zu ersetzen? Wir haben vor allem ChatGPT als Konkurrenz zum Marketing Manager genauer unter die Lupe genommen.

Was ist ChatGPT?

Vor rund 3 Monaten hat OpenAI mit ChatGPT-3 einen Chatbot vorgestellt, der nicht nur die Kreativszene, sondern unterschiedlichste Branchen in Aufruhr gebracht hat. Der Chatbot funktioniert über einen textbasierten Dialog zwischen User und Bot und ist durch maschinelles Lernen fähig, Anfragen innerhalb von nur wenigen Sekunden zu beantworten. Als Datenquelle wird eine gigantische Anzahl an unterschiedlichen Sources (175 Milliarden Parameter) herangezogen, die bei der Beantwortung der Fragen als Basis dienen. Aktuell handelt es sich hierbei nach wie vor um einen Prototyp und auch ein Hinweis auf mögliche Falschantworten bleibt vorerst auf der Anwendung sichtbar. Doch das Tool erfreut sich beeindruckender Beliebtheit und erreichte Anfang Februar bereits über 13 Millionen aktive Nutzer pro Tag, wodurch es die am schnellsten wachsende Verbraucher-Anwendung aller Zeiten ist. Doch wie gut funktioniert der Chatbot?

Jetzt mal ehrlich: Was kann das Tool wirklich?
Wir haben es in den letzten 3 Monaten ausgiebig getestet und die Funktionalität und Akkuratheit von ChatGPT auf die Probe gestellt. Von Captions über Blogartikel, Suchbegriff-Clouds und ganze Ad-Sets bis hin zu eingereichten Uni-Abgaben haben wir uns gespielt und können eines sagen: Es macht nicht nur Spaß, es funktioniert auch überraschend gut und schnell (sofern der Chatbot nicht gerade überlastet ist und dann durchaus auch mal gar nicht zur Verfügung steht). Besonders im sprachlichen Bereich und bei der Wissensvermittlung ist das Tool extrem stark. Trotz der unglaublichen Fähigkeiten bleibt auch ein Wermutstropfen, denn die Treffsicherheit und Verlässlichkeit des Tools ist leider nicht immer so, wie man sie sich wünschen würde. Es lohnt sich also in jedem Fall die Ergebnisse zu überprüfen, vor allem, wenn man selbst im Thema nicht bewandert ist. Doch auch daran wird natürlich gearbeitet und das Tool leistet bereits jetzt Erstaunliches. Aber reicht das, um den Menschen am Arbeitsplatz bald zu ersetzen?

Der Untergang des Marketing Managers?

Von besonders optimistischen Stimmen kamen schnell Kommentare, dass KI nun bald ganze Berufsfelder obsolet machen würde. Denn ChatGPT etwa kann nicht nur Mails, Kurztexte, Blogartikel und sogar wissenschaftliche Arbeiten verfassen, sondern auch Kampagnenideen oder ganze Digitalstrategien entwickeln. Nachdem wir ChatGPT getestet haben, ziehen wir für uns folgende Bilanz: Kein Grund zur Panik! Bis zum Jobverlust wird es noch dauern. Denn auch wenn Chatbots auf ein deutlich breiteres Wissen zugreifen können, als jeder Marketing Manager es jemals könnte, die Korrektheit der ausgespuckten Inhalte und die Kreativität des Tools können einem Menschen und guter altmodischer Recherche noch nicht das Wasser reichen. Dem prophezeiten Untergang ganzer Berufsfelder können wir also nicht beistimmen, vielmehr haben wir für uns einen fähigen und günstigen Assistenten gefunden.

Wir haben’s getestet & das spuckte uns Midjourney bei folgenden Keywords aus: “female cyborg sitting in front of a computer in a modern office”

ChatGPT als Super-Prakti

Uns haben die Tools auf jeden Fall davon überzeugt, im Arbeitsalltag sowohl für uns als auch für unsere Kunden eine spannende und hilfreiche Bereicherung zu sein, dennoch erfüllt z.B. ChatGPT für uns vielmehr die Funktion eines immer motivierten Praktikanten, der scheinbar denkt, dass ihm die Welt zu Füßen liegt, wenn er sich nur genug reinhängt. Das liegt zum einen an der bereits erwähnten Tatsache, dass man sich auf die Akkuratheit der Inhalte und übermittelten Fakten nicht immer zu 100% verlassen kann und es dabei im Nachgang immer einen Menschen benötigt, der kontrolliert, nachbessert und korrigiert. Zum anderen aber auch daran, dass es grundsätzlich einen Menschen benötigt, um die KI zu bedienen. Trotzdem werden ChatGPT und andere KIs definitiv Einzug in unseren Arbeitsalltag halten und uns bei der Recherche, Ideenfindung, als Inspirationsquelle für Designs, beim Texten und vielem mehr unterstützen.

Weil Geld auch bei KI eine Rolex spielt

Ursprünglich war die KI von OpenAI für alle gratis verfügbar. Doch bereits nach wenigen Wochen war der Chatbot teilweise so stark überlastet, dass er bei vielen gar nicht funktioniert hat. Um dem entgegenzuwirken hat OpenAI nun mit ChatGPT Plus ein zu bezahlendes Abomodell eingeführt, das auch in Spitzenzeiten einen zuverlässigen Zugang gewährleisten soll. Darüber hinaus sollen Antworten noch schneller geliefert und neue Features zuerst an Abo-User ausgespielt werden. Die Gratisversion soll aber weiterhin bestehen bleiben.

Unterm Strich

Unsere Erfahrungen mit KI, allen voran ChatGPT, haben uns eines gezeigt: Wir feiern den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und haben gemeinsam noch viel vor! Als ernsthafte Konkurrenz oder gar Ersatz für ganze Berufsfelder sehen wir KI Stand heute nicht, vielmehr empfehlen sie sich als Inspirationsquellen, Unterstützung und Arbeitserleichterung in den unterschiedlichsten Bereichen. Durch den geschickten Einsatz von KI können viele Arbeitsthemen mit wenig Aufwand auf ein neues Level gehoben werden. Spannend bleibt abzuwarten, wie sich speziell ChatGPT weiterentwickelt — denn Microsoft ist aktuell Shareholder und plant die KI in ihre Suchmaschine Bing einzupflegen. Eine klare Kampfansage an den Platzhirsch Google.

Es bleibt also abzuwarten, was wir von KIs in Zukunft erwarten dürfen und wie lange es noch dauert, bis wir vielleicht auch um unsere Jobs fürchten müssen. ;P

Lust, mehr über die Möglichkeiten mit KIs wie ChatGPT oder Midjourney zu erfahren? Dann lass uns doch mal drüber quatschen!

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Wir sind ein Team aus Kreativen, Strategen und Designern. Mit individuellen Ideen und Konzepten entwickeln wir Beziehungen zwischen Menschen und Marken.

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